Psychotherapie

Eine genaue Definition, was unter Psychotherapie zu verstehen ist - jener besonderen Form einer zwischenmenschlichen Beziehung in einer 2- oder auch Mehrpersonen Beziehung - haben vor mir bereits andere geleistet. Schauen Sie doch mal in dem online Lexikon Wikipedia (www.wikipedia.org) nach, wo es heisst:

Aus der Perspektive wissenschaftlicher Psychologie bzw. Psychotherapieforschung ist Psychotherapie die auf wissenschaftlichem Wege gefundene, besondere Form einer kontrollierten menschlichen Beziehung, in der der Therapeut die jeweils spezifischen Bedingungen bereitstellt, um für einen oder mehrere Patienten Veränderungen in Richtung einer Verminderung / Heilung von seelischem/körperlichem Leiden zu ermöglichen."

Wenn Sie auch der Meinung sind, dass der Gedanke an eine kontrollierte menschliche Beziehung nicht eben einladend ist, so versuchen Sie es doch mit der Definition des Wiener Psychotherapeuten Hans Strozka aus dem Jahre 1978:

„Psychotherapie ist ein bewusster und geplanter interaktioneller Prozess zur Beeinflussung von Verhaltensstörungen und Leidenszuständen, die in einem Konsensus (möglichst zwischen Patient, Therapeut und Bezugsgruppe) für behandlungsbedürftig gehalten werden, mit psychologischen Mitteln (durch Kommunikation) meist verbal aber auch averbal, in Richtung auf ein definiertes, nach Möglichkeit gemeinsam erarbeitetes Ziel (Symptomminimalisierung und/oder Strukturänderung der Persönlichkeit) mittels lehrbarer Techniken auf der Basis einer Theorie des normalen und pathologischen Verhaltens."  H. Strotzka (Hrsg.): Psychotherapie, München 1978, 2. Aufl., S. 4

Ich persönlich orientiere mich an Sigmund Freud, dem Begründer der Psychoanalyse und dem Begründer der Urform der Psychotherapie:
Nach Freud ist es eine besondere Form der Beziehung zweier Menschen, die sich gemeinsam auf den Weg machen, um  an einer wirksamen und anhaltenden Veränderung des Verhaltens zu arbeiten. Zunächst geht es um die Befreiung von möglichen quälenden Symptomen, im weiteren Sinne aber um  einen Zuwachs an Souveränität, sich den Ereignissen des alltäglichen Lebens mit einer gewissen Gelassenheit und Zuversicht stellen zu können.

Zu dieser Zielvorstellung gehört natürlich auch die Fähigkeit, den alltäglichen Anforderungen des Lebens gewachsen zu sein, die Fähigkeit, Glück - allein wie auch in Beziehungen zu anderen - erfahren zu können und möglichst selbstbestimmt und frei von Schuldgefühlen seine eigenen Interessen vertreten zu können.

Auch wenn - wie Sie es bei Freud wieder finden - das Ich nicht Herr im eigenen Hause sei - sucht doch die Psychotherapie die Position des Ich gegen die Einflüsse aus dem Inneren und der Umwelt zu stärken.

Wenn Sie sich einen ersten Überblick verschaffen wollen, finden Sie eine sehr schöne und weit gefächerte Beschreibung, was unter einer wissenschaftlich fundierten Psychotherapie zu verstehen ist unter folgenden link:

www.therapeutenfinder.com

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