WIE WIRD EINE PSYCHOTHERAPIE BEANTRAGT?

Nach der Psychotherapeutischen Sprechstunde (ab dem 01.04.2018 für alle Patienten verpflichtend) kann eine Akutbehandlung oder eine Psychotherapie anschließen. Die Akutbehandlung dient der Vermeidung von Chronifizierungen und/oder der Krisenbehandlung und umfasst max. 12 Sitzungen im Jahr. Die umfassende und längerfristige Behandlung einer psychischen Erkrankung erfolgt mittels einer Psychotherapie. Diese beginnt mit mind. zwei probatorischen Sitzungen, in denen abgeklärt wird, ob die beabsichtigte Psychotherapie bei der psychischen Störung  erfolgversprechend und die Beziehung zwischen Patient und Therapeut tragfähig ist. Anschließend wird ein Antrag auf Kostenübernahme bei der Krankenkasse gestellt. Über die einzuhaltenden Formalien klärt Sie der Psychotherapeut auf. Dem Antrag ist eine Bestätigung eines somatischen Arztes beizufügen (sog. „Konsiliarbericht“), dass aus körperlichen Gründen eine Psychotherapie nicht kontraindiziert ist." (Richtig gelesen: doppelte Verneinung: dieser Bericht soll die restlichen Bedenken gegen eine Psychotherapie ausräumen. Und, weiter:

"Eine Psychotherapie kann als Kurzzeittherapie (12 Stunden + 12 Stunden) oder als  Langzeittherapie beantragt und durchgeführt werden. Auch eine langfristige Fortführung als Rezidivphrohylaxe ist möglich.

Die Entscheidung über die Kostenübernahme der Langzeittherapie erfolgt  auf der Grundlage der Stellungnahme eines Gutachters anhand eines anonymisierten schriftlichen Berichts des behandelnden Psychotherapeuten.

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